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Touristik-Blog

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20. Juli 2008

Bulgarien - unentdecktes Paradies

Bulgarien ist als Urlaubsland noch eher unbekannt – eigentlich völlig zu unrecht, denn neben vielfältigen Landschaften von Hochgebirge bis zum Badestrand, freundlichem Service und sehr freundlichen Menschen ist es in jedem Fall zu empfehlen.
Der Beiname „Land der Hundertjährigen“ verweist auf das sehr gesunde Klima des Balkanstaates. Mehr als 3000 Mineralquellen gibt es im ganzen Land, und auch unzählige Kurzentren bieten erstklassige Kur- und Erholprogramme in noch sehr naturbelassener, unbelasteter Landschaft. Die salzhaltige Luft an den Seebädern der Schwarzmeerküste, die als besonders kinderfreundliche Urlaubsziele gelten, ist ebenfalls sehr wohltuend. Auch der Komfort hat sich fast überall in den letzten Jahren sehr verbessert. Die Sprache – vor allem die kyrillische Schrift - kann einem am Anfang Kopfzerbrechen bereiten, ebenso wie die Landeswährung Lew, aber das vergeht. Und zum Ausgleich sind die Preise immer noch fernab von jedem Touristen-Nepp. Sprachlich gesehen kommt man fast immer irgendwie ohne grössere Probleme durch, was nicht zuletzt daran liegt, dass man um seine Gäste überall sehr liebevoll bemüht ist.
Die Hauptstadt Sofia, ist in jeder Hinsicht das Zentrum Bulgariens. Anhand der vielen Baudenkmälern, wie der Alexander-Newski-Kathedrale oder der uralten Kirche von Bojana, kann man heute die mehr als siebentausend Jahre zurückreichende Geschichte der Stadt erfahren. Das nahe Sofia gelegene Vitosa-Gebirge mit seinen berühmten Goldenen Brücken ist ein idyllisches Wanderparadies für alle Erholungssuchenden.
Für Geschichte-Interessierte ist die 3000 Jahre alte Hafenstadt Nessebar, die auch zum UNESCO-Welterbe zählt und auf einer Felsenhalbinsel an der Schwarzmeerküste liegt, ein absolutes Muss. Ebenso wie in Plovdiv kann man immer noch die Spuren thrakischer, römischer und osmanischer Besiedlung verfolgen. Wer beschauliche Ruhe und Erholung sucht, ist ihm Pirin Nationalpark genau richtig – für die etwas Umtriebigeren befindet sich in nächster Nähe in Bansko auch ein erstklassiges Wintersportzentrum. Rila, das grösste Kloster Bulgariens und ebenfalls ein Teil des UNESCO-Welterbes besticht durch seine majestätische Stille; das Tal der Rosen ist ebenfalls eine Naturschönheit ersten Ranges, ganz in der Nähe kann man auch noch historischen Handwerkern im Freilichtmuseum von Etara bei ihrem Werken über die Schulter schauen. Auch das Museumsdorf von Arbanassi entführt einen in die Vergangenheit und lässt dörfliche Vergangenheit Bulgariens vor dem Auge des Besuchers wiedererstehen.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte nicht vergessen, die grüne Versicherungskarte mitzuhaben, eine Reise-Krankenversicherung sollte man auf jeden Fall abschliessen da noch kein Versicherungsabkommen besteht. In Bulgarien herrscht auch Vignettenpflicht auf Autobahnen und Landstrassen, die Monatsvignette kostet etwa 10 Euro.
Gerade in den ländlichen Gebieten wird deutlich, dass Bulgarien immer noch ein armes Land ist, dass einen übermenschlichen Fleiss dabei ist, nach den Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft wirtschaftlich zum Rest Europas aufzuschliessen. Die schlichte Bescheidenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bulgaren auch Fremden gegenüber stehen in krassem Gegensatz zu den überrannten Touristenhochburgen und machen Bulgarien zu einem absolut sympathischen Urlaubsland.
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